Vlies-Bedarf für die Teichfolie berechnen
Unter die Teichfolie gehört ein Schutzvlies gegen Wurzeln und Steine. Aus deiner Folienfläche und einem Verschnitt-Zuschlag ergibt sich der Vlies-Bedarf in Quadratmetern.
Die Ergebnisse sind Richtwerte für Hobbygärtner auf Basis deiner Maße und üblicher Kennwerte (Umwälzraten, Besatzdichten, Pflanzzonen, Verdunstung). Plane eine Reserve ein und beachte die Angaben der konkreten Produkte — Pumpenkennlinien, Folienstärken und Herstellerwerte variieren.
Rechner
| Vlies-Bedarf | 28,34 m² |
|---|
Formel
Vlies-Bedarf = Folienfläche × (1 + Verschnitt in % / 100).
Beispiel
Bei 25,76 m² Folienfläche und 10 % Verschnitt: 25,76 × 1,10 = 28,34 m² Vlies. Runde beim Einkauf auf die nächste volle Rollen- oder Bahnbreite auf.
Referenztabelle: Teichfolie EPDM vs. PVC: Stärke, Gewicht, Haltbarkeit
Häufige Fragen
Wozu dient das Vlies unter der Teichfolie?
Das Schutzvlies liegt zwischen Erdreich und Folie und schützt sie vor Beschädigung durch Steine, Wurzeln und scharfkantiges Substrat. Es verteilt außerdem den Druck und verlängert die Lebensdauer der Abdichtung deutlich. Üblich sind Vliese mit 300 bis 900 g/m²; je steiniger der Untergrund, desto schwerer sollte das Vlies gewählt werden.
Wie groß muss das Vlies sein?
Als Faustregel entspricht die Vliesfläche der Folienfläche zuzüglich eines Verschnitt-Zuschlags von rund 10 %. Das Vlies wird meist in Bahnen verlegt, die sich um etwa 10 cm überlappen – diese Überlappung frisst zusätzliche Fläche. Der Rechner berücksichtigt den Zuschlag pauschal; bei vielen schmalen Bahnen darfst du ihn erhöhen.
Reicht eine Lage Vlies oder brauche ich zwei?
Auf normalem, abgesandtem Untergrund genügt eine Lage Vlies. Bei sehr steinigem oder wurzelreichem Boden, auf Beton oder über alten Wurzelstöcken sind zwei Lagen oder ein schwereres Vlies sinnvoll. Alternativ hilft eine dünne Sandschicht als erste Polsterung unter dem Vlies.
Kann ich statt Vlies auch Sand verwenden?
Eine 3 bis 5 cm dicke Sandschicht polstert waagerechte Flächen gut ab, rutscht an Böschungen aber weg und schützt dort kaum. Deshalb ist Vlies an den Wänden fast immer die bessere Wahl – häufig kombiniert man beides: Sand am Boden, Vlies an den Böschungen. Für eine durchgehend sichere Lösung rechne den Vlies-Bedarf für die gesamte Fläche.
Wie viel Verschnitt sollte ich ansetzen?
Für einfache, rechteckige Teiche genügen 10 % Verschnitt. Bei geschwungenen Ufern, vielen Pflanzterrassen oder wenn du aus schmalen Restrollen arbeitest, sind 15 bis 20 % realistischer. Kaufe lieber etwas mehr Vlies: Überschuss lässt sich als zweite Lage an kritischen Stellen verwenden.
Quelle: Vlies unter der Folie + Verschnitt-Zuschlag (Verlegepraxis) · Alle Quellen