Fischbesatz für den Gartenteich berechnen
Wähle Teichvolumen, Fischart und Teichtyp – der Rechner zeigt, wie viele ausgewachsene Fische dein Gartenteich verträgt, ohne ihn zu überbesetzen.
Die Ergebnisse sind Richtwerte für Hobbygärtner auf Basis deiner Maße und üblicher Kennwerte (Umwälzraten, Besatzdichten, Pflanzzonen, Verdunstung). Plane eine Reserve ein und beachte die Angaben der konkreten Produkte — Pumpenkennlinien, Folienstärken und Herstellerwerte variieren.
Rechner
| Maximaler Besatz | 5 Fische |
|---|---|
| Volumen je Fisch | 1.000 L/Fisch |
Formel
Maximaler Besatz = Teichvolumen ÷ (Liter je Fisch × Teichtyp-Faktor). Liter je Fisch nach Art: Koi 1.000 · Goldfisch 50 · Shubunkin 60 · Stör 2.000; Faktor: gefiltert 1,0 · Naturteich 2,0. Es wird stets abgerundet.
Beispiel
Beispiel: 5.000 L, Koi, gefilterter Teich → 5.000 ÷ (1.000 × 1,0) = 5 Koi. Im ungefilterten Naturteich verdoppelt sich der Volumenbedarf: 5.000 ÷ (1.000 × 2,0) = 2 Koi. Weniger ist beim Besatz fast immer mehr.
Referenztabelle: Fischbesatz-Richtwerte: Liter, Fläche & Tiefe je Art
Häufige Fragen
Wie viele Fische passen in meinen Gartenteich?
Das hängt vor allem vom Teichvolumen, von der Fischart und davon ab, ob der Teich gefiltert wird. Als grobe Orientierung gilt: Ein Koi benötigt rund 1.000 Liter pro ausgewachsenem Tier, ein Goldfisch etwa 50 Liter, ein Shubunkin rund 60 Liter und ein Stör mindestens 2.000 Liter. In einem ungefilterten Naturteich verdoppelt sich der Bedarf, weil die biologische Reinigung fehlt. Der Rechner rechnet diese Faustwerte auf dein reales Volumen um und rundet immer ab – ein knapper Besatz ist gesünder als ein zu voller Teich.
Warum brauchen Koi so viel mehr Wasser als Goldfische?
Koi werden mit 60 bis 90 cm sehr groß, fressen viel und produzieren entsprechend viel Ausscheidungen, die den Teich mit Ammonium und Nitrat belasten. Ihr Sauerstoffbedarf und ihre Stoffwechselleistung liegen weit über denen eines handgroßen Goldfischs. Deshalb setzt die Praxis pro Koi rund 1.000 Liter an, während für einen Goldfisch etwa 50 Liter genügen. Wer den Besatz an der kleinsten Art bemisst und Koi „nebenbei“ mit einplant, überlastet den Teich schnell – rechne den Bedarf immer für die tatsächlich gehaltene Art aus.
Was ist der Unterschied zwischen gefiltertem Teich und Naturteich?
Ein gefilterter Teich hat eine technische Filteranlage (mechanisch und biologisch), die Schwebstoffe entfernt und über Filterbakterien giftiges Ammonium und Nitrit abbaut. Er verträgt dadurch einen dichteren Besatz. Ein Naturteich verlässt sich allein auf Pflanzen und das natürliche Gleichgewicht; seine Selbstreinigungskraft ist begrenzt, deshalb sollte er nur halb so dicht besetzt werden. Der Rechner bildet das über den Teichtyp-Faktor (1,0 gegenüber 2,0) ab.
Zählt der Nachwuchs beim Besatz mit?
Ja, und genau hier verrechnen sich viele. Goldfische und Shubunkin vermehren sich in einem gut eingefahrenen Teich oft von selbst, sodass aus einer Handvoll Tieren binnen weniger Jahre ein überbesetzter Teich wird. Plane deshalb Reserven ein und besetze anfangs deutlich unter dem berechneten Maximum. Wächst die Population, musst du Tiere abgeben, den Filter aufrüsten oder den Teich vergrößern. Rechne außerdem mit der ausgewachsenen Endgröße der Fische, nicht mit der Größe beim Kauf.
Woran erkenne ich, dass mein Teich überbesetzt ist?
Typische Warnzeichen sind trübes oder grünes Wasser trotz Filter, steigende Nitrat- und Phosphatwerte, häufiges Algenwachstum, morgendliches Nach-Luft-Schnappen an der Oberfläche und gehäufte Krankheiten. Auch ein Teich, der nach Fäulnis riecht, deutet auf Überlastung hin. In diesem Fall solltest du den Besatz reduzieren, häufiger Teilwasserwechsel machen, die Fütterung drosseln und die Filter- und Belüftungsleistung erhöhen. Der berechnete Maximalwert ist eine Obergrenze, kein Zielwert.
Sind die Ergebnisse verbindliche Vorgaben?
Nein, es handelt sich um Richtwerte auf Basis bewährter Besatz-Faustregeln der Teichpraxis. Der tatsächlich vertretbare Besatz hängt zusätzlich von Filterleistung, Belüftung, Wassertiefe, Bepflanzung, Fütterung und Pflegeaufwand ab. Betrachte das Ergebnis als Höchstgrenze und bleibe im Zweifel darunter. Für die Mindestgröße einer bestimmten Fischart nutzt du ergänzend den Mindestgröße-Rechner, und mit der Faustregel „1 cm Fisch : 10 Liter“ prüfst du den Besatz über die Gesamt-Fischlänge gegen.
Quelle: Volumen je Fisch nach Art × Teichtyp-Faktor (Teichpraxis) · Alle Quellen