Eine üppige Bepflanzung ist die beste Vorbeugung gegen Algen: Pflanzen entziehen dem Wasser die Nährstoffe, von denen sonst die Algen leben. Als Faustregel sollten rund ein Drittel bis die Hälfte der Teichfläche bepflanzt sein. Dieser Rechner nennt die empfohlene Pflanzfläche für deinen gewünschten Anteil.
Die Ergebnisse sind Richtwerte für Hobbygärtner auf Basis deiner Maße und üblicher Kennwerte (Umwälzraten, Besatzdichten, Pflanzzonen, Verdunstung). Plane eine Reserve ein und beachte die Angaben der konkreten Produkte — Pumpenkennlinien, Folienstärken und Herstellerwerte variieren.
Rechner
Empfohlene Pflanzfläche
8,0 m²
Formel
Empfohlene Pflanzfläche [m²] = Teichfläche [m²] × Anteil [%] ÷ 100. Als Richtwert gilt ein bepflanzter Anteil von rund 30–50 % der Wasserfläche, um Algen die Nährstoffe zu entziehen.
Beispiel
Beispiel: 20 m² Teichfläche, 40 % bepflanzt. Pflanzfläche = 20 × 40 ÷ 100 = 8 m². Möchtest du auf die Hälfte (50 %) gehen, wären es 10 m²; ein spärlich bepflanzter Teich mit nur 20 % käme auf 4 m² – meist zu wenig gegen Algen.
Algen und höhere Teichpflanzen konkurrieren um dieselben Nährstoffe, vor allem Stickstoff und Phosphat. Ein dicht bepflanzter Teich verbraucht diese Nährstoffe über die Wurzeln und das Blattwerk der Pflanzen, sodass für die Algen kaum etwas übrig bleibt – ihnen wird buchstäblich die Nahrung entzogen. Zusätzlich beschatten Schwimmblattpflanzen wie Seerosen die Wasseroberfläche und nehmen den Algen Licht. Diese doppelte Konkurrenz um Nährstoffe und Licht ist die wirksamste und natürlichste Algenvorbeugung.
Wie viel Teichfläche sollte bepflanzt sein?
Als Faustregel gilt ein bepflanzter Anteil von rund einem Drittel bis zur Hälfte der Wasserfläche, also etwa 30–50 %. Bei einem 20 m² großen Teich entspricht das rund 6 bis 10 m² Pflanzfläche. Weniger als 30 % reichen meist nicht aus, um die Nährstoffe wirksam zu binden; deutlich mehr als die Hälfte kann bei Fischteichen die offene Wasserfläche und den Sauerstoffhaushalt beeinträchtigen. Der Rechner setzt deinen gewünschten Prozentsatz in eine konkrete Quadratmeterzahl um.
Welche Pflanzen sind besonders gute Nährstoffzehrer?
Besonders wirksam sind schnellwüchsige Unterwasserpflanzen (Wasserpest, Hornkraut, Tausendblatt), die Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnehmen, sowie starkzehrende Sumpf- und Flachwasserpflanzen wie Rohrkolben, Binsen, Wasserminze und Sumpfdotterblume. Schwimmpflanzen wie Froschbiss und Wasserlinse beschatten zusätzlich. Eine Mischung aus diesen Gruppen wirkt am besten, weil sie Nährstoffe in verschiedenen Wasserschichten abfängt. Unterwasserpflanzen sind gegen Schwebealgen (grünes Wasser) besonders hilfreich.
Reicht Bepflanzung allein gegen Algen aus?
In einem naturnahen, fischarmen Teich kann eine üppige Bepflanzung Algen dauerhaft in Schach halten. Bei stärkerem Fischbesatz oder hohem Nährstoffeintrag ist sie ein wichtiger Baustein, aber selten die alleinige Lösung. Ergänzend helfen ein maßvoller Fischbesatz, sparsames Füttern, das regelmäßige Entfernen von Falllaub und Schlamm sowie – gegen Schwebealgen – ein passend dimensionierter UV-C-Klärer. Die Bepflanzung sorgt für das stabile Fundament, auf dem diese Maßnahmen aufbauen.
Warum bekomme ich in einem neuen Teich zuerst Algen?
Ein frisch angelegter Teich durchläuft fast immer eine Algenphase: Die Pflanzen sind noch klein und zehren wenig, während im neuen Wasser reichlich Nährstoffe und viel Licht auf offene Flächen treffen – ideale Bedingungen für Algen. Sobald die Bepflanzung anwächst und ein biologisches Gleichgewicht entsteht, gehen die Algen von selbst zurück. Geduld, eine von Anfang an ausreichende Pflanzfläche und der Verzicht auf nährstoffreiche Erde verkürzen diese Startphase deutlich.
Quelle: 1/3–1/2 der Fläche bepflanzen (Nährstoffkonkurrenz mit Algen) · Alle Quellen