Teichfilter-Größe berechnen: Nennvolumen nach Besatz

Der Teichfilter muss zum Besatz passen: für einen Naturteich genügt ein Filter für das halbe Volumen, ein Koiteich braucht die doppelte Auslegung. Über 20 °C steigt die biologische Last, der Filter muss größer sein. Dieser Rechner nennt das passende Filter-Nennvolumen.

Die Ergebnisse sind Richtwerte für Hobbygärtner auf Basis deiner Maße und üblicher Kennwerte (Umwälzraten, Besatzdichten, Pflanzzonen, Verdunstung). Plane eine Reserve ein und beachte die Angaben der konkreten Produkte — Pumpenkennlinien, Folienstärken und Herstellerwerte variieren.

Rechner

Filter ausgelegt für5.000 L
Bemessungsfaktor1,0

Formel

Filter-Nennvolumen [L] = Teichvolumen × Filterfaktor (Naturteich 0,5 / Fischteich 1,0 / Koiteich 2,0) × Temperaturzuschlag (1 + 0,03 je °C über 20 °C). Über 20 °C steigt der Stoffwechsel der Fische und damit die biologische Belastung.

Beispiel

Beispiel: 5.000 L Fischteich bei 20 °C. Faktor = 1,0, Temperaturzuschlag = 1,0. Nennvolumen = 5.000 × 1,0 × 1,0 = 5.000 L. Bei 26 °C dagegen: Zuschlag = 1 + 0,03 × 6 = 1,18 → der Filter sollte für rund 5.900 L ausgelegt sein.

Referenztabelle: Umwälzraten der Teichpumpe nach Teichtyp

Häufige Fragen

Wie groß muss der Filter für meinen Teich sein?
Die Angabe „für X Liter geeignet“ auf dem Filter bezieht sich auf einen normal besetzten Teich. Für einen Naturteich mit wenig Fischen darf der Filter kleiner sein (Faktor 0,5), für einen stark besetzten Koiteich solltest du ihn großzügig auf das doppelte Teichvolumen auslegen (Faktor 2,0). Ein zu kleiner Filter ist die häufigste Ursache für trübes Wasser und hohe Nitritwerte.
Warum spielt die Wassertemperatur eine Rolle?
Fische sind wechselwarm: mit steigender Temperatur beschleunigt sich ihr Stoffwechsel, sie fressen mehr und scheiden mehr aus. Dadurch steigt die biologische Last, die der Filter abbauen muss. Der Rechner addiert deshalb über 20 °C je Grad rund 3 % auf das nötige Nennvolumen. An heißen Sommertagen ist der Filter also stärker gefordert als im Frühjahr.
Was ist der Unterschied zwischen Umwälzung und Filtergröße?
Die Umwälzung (l/h) beschreibt, wie viel Wasser die Pumpe pro Stunde durch den Filter schiebt – berechne sie mit dem Teichpumpen-Rechner. Das Filter-Nennvolumen dagegen sagt, wie viel Filtermaterial und Beckenvolumen für die biologische Reinigung nötig sind. Beide müssen zusammenpassen: eine große Pumpe an einem winzigen Filter spült die Bakterien aus, ein großer Filter mit zu schwacher Pumpe bekommt zu wenig Wasser.
Brauche ich zusätzlich einen UV-C-Klärer?
Ein UV-C-Klärer bekämpft Schwebealgen (grünes Wasser) und reduziert Keime, ersetzt aber keinen biologischen Filter. Gerade bei Fisch- und Koiteichen ist die Kombination aus ausreichend dimensioniertem Filter und passendem UV-C sinnvoll. Die nötige UV-C-Wattzahl ermittelst du mit dem UV-C-Rechner.
Wann sollte ich den Filter reinigen?
Reinige die mechanischen Filterschwämme, sobald der Durchfluss spürbar nachlässt oder das Wasser eintrübt – im Sommer oft alle ein bis zwei Wochen. Wichtig: spüle die Schwämme nur mit Teichwasser aus, niemals mit Leitungswasser oder heiß, damit die filternden Bakterien überleben. Die biologischen Medien werden nur selten und schonend gereinigt.

Quelle: Filter-Bemessung nach Besatz + Temperaturzuschlag für die Biolast · Alle Quellen